Über den Film

Mit einer Mischung aus dokumentarischen Aufnahmen und der Arbeit mit Laiendarstellern, die in ihrer eigenen Mundart sprechen, wird die authentische Atmosphäre eines realen Dorfes in einer fiktiven Geschichte neu erdacht und die tiefen Identitätskonflikte darin aufgedeckt.

Statt eines in den Dialogen im Detail ausformulierten Drehbuches, wird ein Drehbuchkonzept verwendet. Dieses soll die Schauspieler zu einem freien Spiel animieren und Raum für eigene Improvisation lassen.

Den Rahmen bildet eine Geschichte, in der sich traditionelle Erzählmuster und Charaktere des Bauerntheaters oder des klassischen Heimatfilms wiederfinden. Diese werden durch subversive Machart und postmoderne Erzählweise zunächst unterwandert und dadurch erdacht und. Neben der Mundart dient als Stilmittel auch die organische Kameraführung.

Landrauschen entstand ohne öffentliche Filmförderung mit Hilfe einer Crowdfundingkampagne auf Startnext und lokalen Sponsoren. Im Januar 2018 gewann der Film den Max Ophüls Preis für den Besten Spielfilm, das beste Drehbuch sowie den Preis der Ökumenischen Jury. Im Februar lief er als Gast der Perspektive Deutsches Kino.

Deutschland 2018 | digital | Farbe | 101 Min.

Regie, Buch, Montage: Lisa Miller

Kamera: Hannes Kempert

Licht: Josef Sälzle

Musik: Robert Guschel

Ton: Marco Schnebel

Ausstattung: Amelie Düffert

Kostüm: Kathrin Sälzle

Cast: Kathi Wolf, Nadine Sauter, Heidi Walcher, Volkram Zschiesche, Rupert Markthaler u.a.

Produzenten: Johannes Müller, Lisa Miller

Produktion: Landrauschen Film GbR